Siedl & Willareth

Vorsorge

Deutschland ist das erste Land der Welt, in dem alle Krankenkassen ihren Versicherten die Vorsorgedarmspiegelung (Präventivkoloskopie) anbieten. Diese ist aufwendig. Dafür ist sie auch sehr effektiv. 30% der 55-69-Jähigen haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Erstmalig sinkt die Anzahl der Menschen, die an Darmkrebs sterben, obwohl die Anzahl der gutartigen Polypen steigt. Dies gelingt nur durch die konsequente Entfernung der gutartigen Darmpolypen bevor sie entarten. 

Wichtig in diesem Zusammenhang sind folgende Tatsachen:

  • 5% der Menschen (ohne Vorsorge) in Deutschland bekommen Darmkrebs
  • Fast jeder Darmkrebs entwickelt sich aus einem gutartigen Polypen
  • Gutartige Polypen oder heilbare frühe Darmkrebsstadien sind meistens nicht (!) mit Beschwerden verbunden
  • Das Risiko für Dickdarmkrebs steigt ab dem 55. Geburtstag erheblich an

Wir empfehlen Ihnen, das Angebot Ihrer Krankenkasse zur Vorsorgedarmspiegelung anzunehmen und sich hierfür von Ihrem Hausarzt zu uns überweisen zu lassen. Der in der Vergangenheit bevorzugt durchgeführte Bluttest im Stuhl (z.B. Hämoccult®) ist aus heutiger Sicht zu wenig sensibel. Sollten Sie nahe Familienangehörige mit einem Darmpolypenleiden oder einem Darmtumorleiden haben, sollten Sie sich ggf. schon früher und auch in kürzeren Abständen spiegeln lassen (als Faustregel gilt: Alter des Betroffenen bei Diagnosestellung minus 10 Jahre als Zeitpunkt für Sie).

Weitere von uns angebotene Vorsorgemaßnahmen:

  • Regelmäßige Magenspiegelungen bei Barrett-Ösophagus (präkanzeröse Risikoschleimhaut bei Säurerefluxkrankheit der Speiseröhre) zur Speiseröhrentumorvorsorge
  • Nachweis von Helicobakter-Bakterien durch Magenspiegelung mit Probenentnahmen mit anschließender Antibiotikatherapie zur Magentumorvorsorge
  • Regelmäßige Magen- oder Darmspiegelungen nach operiertem/therapiertem Magen- oder Darmtumorleiden (Tumornachsorge = Vorsorge)
  • Beratung hinsichtlich Ernährung (Dr. Willareth => Ernährungsmediziner DGEM) und Lebensweise zur Tumorvorsorge und zur Vorsorge von Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen